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Projektentwicklung & Projektmanagement

Immobilien-Projektentwicklung verbindet Idee, Standort und Kapital zu einem Vorhaben, das wirtschaftlich trägt. Sie reicht vom ersten Nutzungskonzept bis zur Vermarktung oder zum Betrieb des fertigen Gebäudes. Über Rendite und Risiko entscheidet die Frühphase, lange bevor gebaut wird. In dieser Zeit sind die Ausgaben noch gering, und fast alles lässt sich noch ändern.

Das magische Dreieck

Idee, Standort und Kapital müssen zusammenpassen

Keine der drei Größen lässt sich durch eine andere ersetzen. Fehlt eine, trägt das Vorhaben nicht.

Das magische Dreieck der Projektentwicklung: Idee an der Spitze, Standort links unten, Kapital rechts unten. Alle drei Ecken sind gleichrangig miteinander verbunden. Idee Standort Kapital
  • Idee

    Was soll entstehen und für welchen Bedarf? Trägt die Nutzung über die Lebensdauer?

  • Standort

    Ist das Grundstück baurechtlich, technisch und lagebezogen für genau diese Nutzung geeignet?

  • Kapital

    Lässt sich das Vorhaben finanzieren, und trägt es die Kapitalkosten über die Laufzeit?

Fällt eine der drei Ecken weg, trägt das Vorhaben nicht, und keine Ecke lässt sich durch die anderen ersetzen. Ein guter Standort rettet zum Beispiel keine Nutzung, für die es keinen Bedarf gibt.

Warum die Frühphase über das Ergebnis entscheidet

In der Frühphase ist der Einfluss auf das Ergebnis am größten und der bereits verbrauchte Aufwand am kleinsten. Mit jeder Planungsstufe kehrt sich das um: Die Festlegungen verhärten, und Änderungen kosten ein Vielfaches dessen, was sie am Anfang gekostet hätten.

Eine Machbarkeitsstudie gehört deshalb vor den Grundstückskauf und vor die Planerverträge, solange ein Nein noch wenig kostet.

Das wichtigste Ergebnis einer Machbarkeitsstudie kann sein, ein Vorhaben nicht weiterzuverfolgen.

Der Ablauf

Von der Idee zur tragfähigen Entscheidung

  1. Projektinitiierung

    Bedarf, Ziel und Rahmenbedingungen klären: was entstehen soll, für wen und bis wann, und welche Randbedingungen bereits gesetzt sind.

    Ergebnis Eine formulierte Aufgabe

  2. Konzeption

    Standort- und Marktanalyse, erstes Nutzungskonzept, Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie. Hier fällt die Entscheidung über das Ob.

    Ergebnis Eine belastbare Ja-oder-Nein-Grundlage

  3. Konkretisierung

    Grundstückssicherung, Baurecht und Genehmigungsstrategie, Finanzierungsstruktur, Vergabestrategie, Projektorganisation.

    Ergebnis Ein beauftragungsreifes Projekt

  4. Realisierung

    Übergang in Planung und Bau. Maßstab für alles Weitere sind die Ziele, die in der Frühphase festgelegt wurden.

    Ergebnis Ein Bau, der an den Zielen der Frühphase gemessen wird

  5. Vermarktung und Betrieb

    Vermietung oder Verkauf, Inbetriebnahme, Nutzung und Betriebsoptimierung. Dazu gehört der Abgleich, ob die Annahmen aus der Frühphase tatsächlich eingetreten sind.

    Ergebnis Erfahrung für das nächste Vorhaben

Projekt mit uns besprechen

Machbarkeitsstudie

Was eine Machbarkeitsstudie beantworten muss

  • Ist es baurechtlich zulässig?

    Bebauungsplan (§ 30 BauGB), Innenbereich (§ 34) oder Außenbereich (§ 35), Nutzungsart, Maß der baulichen Nutzung, Abstandsflächen, Stellplatzpflicht, Erschließung.

  • Ist es technisch machbar?

    Baugrund und Gründung, Altlasten und Kampfmittelverdacht, Medienanschlüsse, Topografie, jeweils mit der Prüfung, ob einer dieser Punkte den Kostenrahmen sprengt.

  • Trägt es wirtschaftlich?

    Kostenrahmen nach DIN 276 gegen erzielbare Erträge oder gegen den betrieblichen Nutzen. Bei Renditeobjekten über die Residualwertmethode.

  • Gibt es einen Markt?

    Standort- und Marktanalyse auf Makro- und Mikroebene: wer die Fläche nutzen soll und ob es diese Nachfrage tatsächlich gibt.

  • Was sind die Risiken?

    Genehmigungs-, Baugrund-, Markt- und Zeitrisiko. Jedes wird benannt und bewertet, mit einer Aussage, welche davon tragbar sind.

  • Welche Alternative gibt es?

    Mindestens eine ernsthafte Alternative gehört dazu, etwa eine andere Nutzung, eine andere Dichte oder ein anderer Standort. Auch der Verzicht zählt als Variante.

Standort- und Marktanalyse

Region und Grundstück prüfen

  • Makrostandort

    Region und Stadt: Wirtschaftsstruktur, Bevölkerungs- und Beschäftigungsentwicklung, Verkehrsanbindung, Flächenverfügbarkeit, kommunale Planungen. Daraus ergibt sich, ob die Region zum Vorhaben passt.

  • Mikrostandort

    Grundstück und unmittelbares Umfeld: Erreichbarkeit, Nachbarschaft und Immissionen, Sichtbarkeit, Zuschnitt, Erweiterungsflächen, Baugrund. Hier zeigt sich, ob genau dieses Grundstück geeignet ist.

Wirtschaftlichkeit

Die Residualwertmethode kurz erklärt

Bei Renditeobjekten wird rückwärts gerechnet. Vom erzielbaren Verkaufserlös oder Ertragswert der fertigen Immobilie werden alle Kosten abgezogen, also Baukosten, Baunebenkosten, Finanzierung, Vermarktung und der kalkulierte Gewinn. Zieht man vom Rest noch Grunderwerbsteuer und die übrigen Erwerbsnebenkosten ab, bleibt der Preis, den das Grundstück höchstens kosten darf.

Aufschlussreich ist vor allem, wie empfindlich diese Rechnung reagiert. Kleine Änderungen bei Miete, Zinssatz oder Baukosten verschieben das Ergebnis erheblich.

Eine belastbare Entwicklungsrechnung zeigt deshalb mehrere Szenarien und benennt, ab welcher Annahme das Vorhaben kippt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Machbarkeitsstudie im Verhältnis zum Projekt?

Ihr Aufwand ist klein gegenüber den Planungskosten und erst recht gegenüber den Kosten einer Fehlentscheidung. Der konkrete Aufwand hängt von Umfang und Tiefe ab, vor allem davon, ob Baugrund, Baurecht und Markt bereits untersucht sind oder erst erhoben werden müssen.

Was ist der Unterschied zwischen Projektentwicklung und Projektsteuerung?

Die Projektentwicklung klärt vor der Planung, ob und in welcher Form ein Vorhaben verfolgt wird. Die Projektsteuerung führt das beschlossene Vorhaben danach durch Planung und Bau und überwacht Kosten, Termine und Qualität. Beide können nacheinander vom selben Partner erbracht werden.

Ab wann lohnt sich eine Standort- und Marktanalyse?

Sobald mehr als ein Standort in Frage kommt oder die Nutzung nicht durch den Eigenbedarf feststeht. Bei einem Betriebsgebäude auf eigenem Grundstück ist die Marktfrage zweitrangig, die Standortanalyse aber trotzdem sinnvoll, etwa mit Blick auf Erweiterbarkeit und Erschließung.

Was passiert, wenn die Studie gegen das Vorhaben spricht?

Dann hat sie ihren Zweck erfüllt. Meist zeigt sie auch, an welcher Annahme das Vorhaben scheitert: am Baurecht, am Baugrund, an der erzielbaren Miete oder am Grundstückspreis. Daran lässt sich prüfen, ob eine geänderte Variante trägt.

Sprechen wir über Ihr Vorhaben.

Schildern Sie uns kurz Ihr Projekt, ob es um Machbarkeit, ein Steuerungsmandat oder eine schlüsselfertige Realisierung geht. Wir melden uns mit einer ersten fachlichen Einschätzung.

Wir melden uns kurzfristig.